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3. AEMP/ZSVA-OP-Forum Trier: Rückblick auf einen rundum erfolgreichen Anlass

Als eines der vier Oberzentren in Rheinland-Pfalz ist Trier ein bedeutender Standort in der Gesundheitswirtschaft. Daher ist es nur naheliegend, in dieser Stadt eine Fortbildung für den Bereich der Medizinprodukteaufbereitung anzubieten.

Nach einer pandemiebedingten Pause konnten wir in diesem Jahr wieder zahlreiche Fachkräfte in den Tagungsräumlichkeiten des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder begrüssen.

Lesezeit: 10min.

Borer Chemie

Borer Chemie,

3. AEMP/ZSVA-OP-Forum Trier

Seit dem ersten Anlass in 2018 hat sich die Veranstaltung in den Tagungs-Räumlichkeiten im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder etabliert. Jährlich nehmen rund 100 Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen AEMP/ZSVA, OP, Hygiene sowie aus Laboren und Überwachungsbehörden an der Fortbildung teil.

Das Fortbildungsprogramm bestand auch dieses Jahr aus einem bunten Blumenstrauss an Fachvorträgen.

Der Bereich Medizinprodukteaufbereitung ist ohne Personal nicht zu realisieren. Der erste Vortrag beschäftigte sich daher auch mit der Personalplanung. Die Umsetzung ist in diesen Zeiten des Fachkräftemangels und der hohen Fluktuationsraten in einigen Häusern äusserst schwierig. Der Vortrag gab den Teilnehmenden Anregungen, wie eine Planung – in Abhängigkeit des anfallenden Bedarfs – umgesetzt werden kann.

Nie zuvor gab es so viele Projekte an Neu- und Umbauten in den Krankenhäusern, speziell auch im Bereich der AEMP. Grund genug, sich in vielen Fällen Gedanken über Interims-Lösungen zu machen. Welche Möglichkeiten es gibt und welche Hürden zu nehmen sind, wurde in einem Vortrag mit viel Bild- und Videomaterial vermittelt. 
Solche Interims-Lösungen bieten manchmal mehr Komfort und Technik, als so manche   AEMP im normalen Alltagsbetrieb. Eine Teilnehmerin, die bereits Erfahrung sammeln durfte, sagte dann auch nach dem Vortrag:  „Wir wollten eigentlich gar nicht mehr aus dem Interim raus. Alles war modern und übersichtlich. Jetzt steht aber die neue Abteilung und sie ist toll geworden!“

Interimslösung - Günter Heller
Interims-Lösungen bieten viel Komfort und Ausstattung auf kleinster Fläche – inkl. der Umsetzung der gesamten Hygienevorschriften.

Die Budgets für das Tagesgeschäft in den Krankenhäusern werden immer knapper, aber es gibt auch Möglichkeiten der Kostenreduktion. Eine jüngst durchgeführte Studie des Forschungsinstituts EMPA konnte, zusammen mit Borer Chemie AG, erstmalig Unterschiede bei der Passivierung von Stahl durch Zitronensäure versus eines Spezialproduktes, bestehend aus Phosphor- und Salpetersäure, mittels einer neuen Methode (HAXPES) messen. So ist es möglich, mit einem einzigen Passivierungsprozess eine 5-fach stärkere Passivschicht gegenüber der klassischen Aufbereitung mittels Zitronensäure zu erreichen. Damit kann chirurgisches Instrumentarium besser vor Rost geschützt und somit Kosten für Reparaturen und Ersatzbeschaffungen reduziert werden.

die Passivschicht - Werterhalt _Dagmar Martini
Mit nur einem Passivierungsprozess kann eine 5-fach stärkere Passivschicht gegenüber der klassischen Aufbereitung mittels Zitronensäure aufgebaut werden.

Zum Schmunzeln brachte die Teilnehmenden die Präsentation von aktuellen Beispielen kurioser Aufbereitungsanleitungen. Lustig auf den ersten Blick, auf den Zweiten erschreckend. Korrekte Aufbereitungsempfehlungen werden gesetzlich seit 30 Jahren gefordert, aber leider bis heute noch teilweise fehlerhaft umgesetzt. Im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass teure Medizinprodukte durch unsachgemässe Aufbereitung defekt gehen und im Worst Case Patienten Schäden erleiden. Der Vortrag zeigte in Form von Tipps auf, was bereits vor der Anschaffung von Medizinprodukten zu berücksichtigen ist.

Fachvorträge sind gut und wichtig - genauso wie ein „Blick über den Tellerrand“. In diesem Fall schliesst sich der Kreis. Im Referat Ergonomie am Arbeitsplatz wurde aufgezeigt, was der/die einzelne Mitarbeitende und der Arbeitgeber tun können, um Krankheiten durch falsches Sitzen, Stehen, Tragen zu reduzieren. Neben der Theorie wurden auch praktische Übungen gezeigt, die alle Teilnehmenden sowohl am Arbeitsplatz als auch unterwegs und zu Hause durchführen können. 

Ergonomie am Arbeitsplatz - Referent Daniel Naumann
Erganomie am Arbeitsplatz: weniger körperliche Belastung - mehr Prodktivität

Neben den Vorträgen wurde ausgiebig und angeregt diskutiert, in den Pausen Erfahrungen und Informationen ausgetauscht. Ebenso in der begleitenden Industrieausstellung, wo sich die Teilnehmenden über neue Produkte und weiterführende Themen informieren konnten.

Nach einem intensiven und informativen Tag verabschiedeten sich alle Teilnehmenden ins wohlverdiente Restwochenende.  

 

Wenn Sie Interesse haben, an einer unserer zukünftigen Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Das Borer-Team freut sich darauf, Sie schon bald bei einer Fortbildung willkommen zu heissen! 

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